Etwa 20 Prozent aller Deutschen erkranken im Verlauf ihres Lebens an einer psychischen Störung, am häufigsten an Depressionen, Ängsten und Süchten
Nur etwa drei Prozent aller psychischen Erkrankungen werden rechtzeitig behandelt. Im Schnitt dauert es sieben Jahre, bis die Betroffenen eine angemessenene Behandlung bekommen. In dieser Zeit kommt es zu Leistungseinbußen aufgrund von unkoordinierter Medikamenteneinnahme, erhöhter Unfallgefährdung und Fehlzeiten. Schätzungsweise 50 Mrd. Euro kostet das die deutsche Wirtschaft jährlich.
Weitere Leistungseinbußen entstehen durch familiäre, betriebsbedingte und persönliche Krisen.
Bis zu 60 Prozent aller Arztbesuche sind auf Störungen zurückzuführen, die durch Stressprobleme verursacht oder verstärkt werden.
Psychische Stressreaktionen verursachen in USA 61 Prozent der Fehlzeiten, 65-85 Prozent der Kündigungen und 80-90 Prozent der Industrieunfälle.
40 Prozent der Todesfälle in der Industrie und 47 Prozent der Unfälle hängen mit Alkoholmissbrauch zusammen.
Angestellte/Arbeiter mit Alkohol- und Drogenproblemen benötigen um 300 Prozent mehr Krankheitskosten als Gesunde. / 70 Prozent aller Erwachsenen mit Alkohol- und Drogenproblemen sind in einem Beschäftigungsverhältnis.
EAP
In USA spart jeder Dollar in einem EAP investiert zwischen fünf und 16 Dollar.
Der Einsatz von EAP zeigte (in USA) folgende Ergebnisse:
66 Prozent Fehlzeitenrückgang nach der Beratung von Mitarbeitenden mit Alkoholproblemen
75 Prozent Rückgang der Kosten für stationäre Entwöhnungsbehandlung
35 Prozent Reduktion aller Krankheitskosten
35 Prozent weniger Stellenwechsel und um 14 Prozent gestiegene Produktivität
United Airlines schätzt einen Kosten-Nutzen-Faktor von 1:16,95 für den Service der EAP.
Das Philadelphia Police Department verzeichnet bei den EAP unterstützten Mitarbeitern einen Rückgang der Arbeitsunfähigkeitszeiten von durchschnittlich 38 Prozent und der Fehlzeiten aufgrund von Unfällen/Verletzungen von durchschnittlich 62 Prozent.
Etwa 1750 Dollar Ersparnis pro Mitarbeiter bei der Warner Corp., u.a. wegen weniger Arbeitsunfällen
75 Prozent Reduktion der Kosten für stationäre Behandlung von Alkohol- und anderen Drogenproblemen bei Gillette.
Eine Studie bei 46000 Mitarbeitern verschiedener Firmen in USA zeigte, dass etwa zwanzig Prozent der Mitarbeitenden unter psychischem Stress stehen:
18,5 Prozent zeigten starke Stress-Symptome, und die Krankheitskosten waren um 46 Prozent höher als bei nicht gestressten Mitarbeitern. 2,2 Prozent der Mitarbeiter waren depressiv. Deren Krankheitskosten waren um 70,2 Prozent erhöht. Die Krankheitskosten dieser beiden Gruppen (20,7 %) waren um durchschnittlich 49 Prozent erhöht.
Bei Abbott in USA ergab sich eine jährliche Ersparnis von 2200 Dollar pro EAP- unterstütztem Mitarbeiter über einen Drei-Jahres-Zeitraum verglichen mit den Mitarbeitern, die nicht an dem Programm teilnahmen.
Kostenersparnisse werden durch hohe Nutzungsraten erzielt. Wenn - wie üblich - Behandlungen psychischer Störungen nur unter Schwierigkeiten genutzt werden können (Vorurteile, Wartezeiten, inadäquate Behandlungsversuche), so führt dies zu einer kostspieligeren Gesundheitsversorgung (3.500 Dollar vs. 811 Dollar unter EAP).